Wespen, Bienen und Hornissen

Auch mit Wespen, Bienen und Hornissen lässt es sich in Frieden leben

In Mitteleuropa gibt es fast 500 verschiedene Wespenarten. Lediglich zwei dieser Arten können durch ihre Naschhaftigkeit und Anfliegen von Menschen zeitweise im Jahr zu einem Problem werden. Die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) und die Gemeine (Gewöhnliche) Wespe (Paravespula vulgaris) lassen sich an der Kaffeetafel, in Konditoreien oder Biergärten blicken. Diese beiden Arten teilen mit uns die Vorliebe für süße Speisen oder Getränke. Weitere neun Arten staatenbildender (sozialer) Faltenwespen sind in der Regel völlig harmlos. Zu ihnen gehört auch die größte Wespenart, die Hornisse (Vespa crabro).

Zur Vermeidung von Konflikten mit den beiden lästigen Arten sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:
•    Süße Speisen und Getränke nicht unbedeckt im Freien stehen lassen. Besonders begehrte Lebensmittel z.B. in Konditoreien oder Obstgeschäften durch Gaze oder Hauben schützen.
•    Nicht aus offenen Flaschen trinken, Strohhalme benutzen.
•    Reste von Süßigkeiten aus dem Mundbereich von Kindern abwischen.
•    Wo Fallobst am Boden liegt, nicht barfuß laufen.
•    Abfallbehälter, insbesondere in Parks, auf Spielplätzen und Schulhöfen geschlossen halten.
•    Wespen den Zugang zu Innenräumen durch geeignete Vorhänge versperren. Gerade Hornissen fliegen bei warmem Wetter auch nachts, sie werden vom Licht angelockt und können sich so in Innenräume verirren.
Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe bauen ihre Nester überwiegend im Boden in verlassenen Höhlen anderer Tierarten sowie vereinzelt auch in dunklen Hohlräumen (z.B. im Haus). Freihängende Nester in Gebüschen oder an Gebäuden sind daher grundsätzlich den harmlosen Wespenarten zuzuordnen und stellen keine Gefährdung für die Bewohner dar. Dennoch sollten auch hier die folgenden Verhaltensregeln beachtet werden:
•    Im Abstand von 2 - 3 m vom Nest heftige Bewegungen und Bodenerschütterungen (z.B. beim Rasenmähen) vermeiden und in dieser Zone die Flugbahn nicht verstellen.
•    Kleinkinder durch niedrige Absperrungen vom Nestbereich fern halten.
•    Nicht mit Gegenständen in möglichen Fluglöchern stochern und keine Wasserschläuche auf Wespennester richten.
•    Tiere im Nestbereich nicht anatmen.
•    Keinesfalls Insektenbekämpfungsmittel einsetzen.
•    In der Nähe von Häusern und Sitzplätzen evtl. Wespen durch Bretter oder Tücher so zu ihrem Flugloch lenken, dass unliebsame Begegnungen vermieden werden.

Übrigens
Wespenvölker lösen sich im Herbst auf, lediglich die Königinnen überwintern und beginnen im nächsten Frühjahr mit einem neuen Nestbau. Ein einmal besetztes Wespennest wird nicht wieder besiedelt. Sollten dennoch einmal Probleme mit den nützlichen Faltenwespen auftreten, empfehlen wir Ihnen die Hinzuziehung eines der unten genannten Betreuer.

Hornissen...
...gehören darüber hinaus zu den besonders geschützten Arten, ihre Nester dürfen nur mit Genehmigung umgesetzt oder verändert werden. Eine in Ausnahmefällen erforderliche Abtötung von Hornissenvölkern ist ebenfalls genehmigungsbedürftig.

Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde Hemmoor  bei Problemen mit Bienen, Hornissen oder Wespen (evtl. auch kostenpflichtig) ist Herr Hans-Dietmar Auweiler, Telefon: 04749-930131 oder 0173-4862825

Ansprechpartner beim Landkreis Cuxhaven

Paul Müller
Natur- und Artenschutz, Landschaftsplanung
Vincent-Lübeck-Straße 2
27474 Cuxhaven
Telefon: 04721 66-2345
Fax: 04721 66-270464
E-Mail:

Nico Schäfer
Fachgebietsleiter
Natur- und Artenschutz, Landschaftsplanung
Vincent-Lübeck-Straße 2
27474 Cuxhaven
Telefon: 04721 66-2343
Fax: 04721 66-270301
E-Mail:

Flyer des Landkreises Cuxhaven “Wespen, Bienen und Hornissen“

Text Quelle: Homepage des Landkreises Cuxhaven

 

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